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<title>Volkslied</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Volkslied</span></h1>
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<p>Das <b>Volkslied</b> ist ein <a href="Lied" title="Lied">Lied</a>, das die weitestmögliche Verbreitung in einer sozialen Gruppe und durch diese findet. Volkslieder lassen sich nach musikalischen, sprachlichen, gesellschaftlichen und historischen Merkmalen unterscheiden. Gemeinsame <a href="Sprache" title="Sprache">Sprache</a>, <a href="Kultur" title="Kultur">Kultur</a> und <a href="Tradition" title="Tradition">Traditionen</a> kennzeichnen sie. Regionale Varianten bei Text und Melodie sind möglich.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Begriff">Begriff</h2></div>
<p><a href="Johann_Gottfried_Herder" title="Johann Gottfried Herder">Johann Gottfried Herder</a> prägte 1773 den Begriff <i>Volkslied</i> und führte ihn in die deutsche Sprache ein. In einem <i>Briefwechsel über <a href="Ossian" title="Ossian">Oßian</a> und die Lieder alter Völker</i><sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> wird der Begriff erstmals von ihm verwendet, in übersetzender Anlehnung an <a href="Thomas_Percy_(Bischof%2C_1729)" title="Thomas Percy (Bischof, 1729)">Thomas Percys</a><sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> <i>popular song</i>. Der Begriff <i>Volkslied</i> hatte zunächst einen weiteren Bedeutungsumfang als heute. Er bezeichnete nicht nur die lyrische Gattung, deren Kennzeichen leichte Sangbarkeit, Herkunft aus dem Volk und Anonymität sind, sondern meinte vor allem eine damals neue, volksnahe Auffassung von <a href="Lyrik" title="Lyrik">lyrischer Dichtung</a> generell, die sich gegen die Künstlichkeit der <a href="Poesie" title="Poesie">Poesie</a> im Zeitalter des <a href="Barock" title="Barock">Barock</a> und <a href="Rokoko" title="Rokoko">Rokoko</a> absetzte, welche auf gelehrtem Wissen und verfeinerter Bildung beruhte. Poesie sei vielmehr göttlichen Ursprungs, nach <a href="Johann_Georg_Hamann#Gott_als_Schriftsteller" title="Johann Georg Hamann">Hamann</a> „die Muttersprache des menschlichen Geschlechts“, welche sich durch natürliche Unmittelbarkeit äußere.
</p><p>Volkslieder behandeln überwiegend konkrete, wiederkehrende oder <a href="Alltag" title="Alltag">alltägliche</a> Situationen, Begebenheiten und Stimmungen des täglichen Lebens. Dabei kann sich die Lyrik von der „gewöhnlichen und rauen Wirklichkeit“, von Freude und Frohsinn, Liebe und Tod, Abschied und Reise, Fremde und Sehnsucht entfernen und sich in einer <a href="Ideal_(Philosophie)" title="Ideal (Philosophie)">idealisierten</a> Art und Form zeigen, zum Beispiel bei der Darstellung <a href="Idyll" title="Idyll">idyllischer</a> Naturbilder oder einer tragischen Liebe zwischen Prinz und Prinzessin. Volkslieder können unterschiedliche Funktionen erfüllen – etwa in Form des <a href="Arbeitslied" title="Arbeitslied">Arbeitsliedes</a> (die Arbeit begleitend) oder Ständeliedes (Arbeitsbereiche oder Berufe charakterisierend) oder Hochzeitsliedes (etwa Braut und Bräutigam beglückwünschend oder auf den „heiligen Bund“ moralisch hinweisend).
</p><p>Die zahlreichen „Gattungen“ spiegeln das inhaltliche und thematische Spektrum: <a href="Liebeslied" title="Liebeslied">Liebes</a>-, Hochzeits-, <a href="Trinklied" title="Trinklied">Trink</a>-, <a href="Kinderlied" title="Kinderlied">Kinder</a>- und <a href="Wiegenlied" title="Wiegenlied">Wiegenlied</a>, <a href="Geburtstagslied" title="Geburtstagslied">Geburtstagslied</a>, <a href="Arbeitslied" title="Arbeitslied">Arbeits-</a>, Tanz-, <a href="Arbeiterlied" title="Arbeiterlied">Arbeiter</a>-, <a href="Studentenlied" title="Studentenlied">Studenten</a>-, <a href="Soldatenlied" title="Soldatenlied">Soldaten</a>- und <a href="Seemannslied" class="mw-redirect" title="Seemannslied">Seemannslieder</a>; ferner berufsständische, an religiösen Festen orientierte Lieder, <a href="Heimatlied" class="mw-redirect" title="Heimatlied">Heimat</a>-, <a href="Fahrtenlied" title="Fahrtenlied">Fahrten</a>-, <a href="Jagdlied" title="Jagdlied">Jagd-</a> und <a href="Wanderlied" class="mw-redirect" title="Wanderlied">Wanderlieder</a>, <a href="Almlied" title="Almlied">Almlieder</a>, <a href="K%C3%BCchenlied" title="Küchenlied">Küchenlieder</a>, an Tageszeiten orientierte <a href="Morgenlied" title="Morgenlied">Morgen</a>- und <a href="Abendlied" title="Abendlied">Abendlieder</a>, Jahreszeiten-, Abschiedslieder, Scherz- und <a href="Spottlied" title="Spottlied">Spottlieder</a>. Das traditionelle Lied erzählenden Inhalts in dramatischer Darstellungsform ist die <a href="Volksballade" title="Volksballade">Volksballade</a>.
</p><p>Abzugrenzen ist das Volkslied von der <a href="Volkst%C3%BCmliche_Musik" title="Volkstümliche Musik">volkstümlichen Musik</a>, die überwiegend in die Kategorie <a href="Schlager" title="Schlager">Schlager</a> fällt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Volkslied_als_Volksmusik">Volkslied als Volksmusik</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→ </span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Volksmusik" title="Volksmusik">Volksmusik</a></i></div>
<p>Volksmusik ist ein Sammelbegriff, der nicht auf eine konkrete Musikform, sondern auf eine Musikpraxis innerhalb bestimmter gesellschaftlicher Kontexte weist. Auch kann kaum von abgrenzbaren Stilistiken innerhalb der Volksmusik gesprochen werden, sondern eher von Typiken, da Volksmusik keinen diskurshaften Normierungen und keiner schriftlichen Fixierung unterliegt, wie etwa die <a href="Abendland" title="Abendland">abendländische</a> <a href="Kunstmusik" title="Kunstmusik">Kunstmusik</a>. Für Johann Gottfried Herder stand der literarisch-poetologische Aspekt im Vordergrund der von ihm gesammelten Lieder und Gedichte zum Teil bekannter Autoren, die er oftmals ohne Namensnennung unter dem Titel „Volkslieder“ 1778 veröffentlichte. Als <a href="Deutsches_Volkslied" title="Deutsches Volkslied">„Volksgesang“</a> bezeichnete <a href="Georg_Gottfried_Gervinus" title="Georg Gottfried Gervinus">Georg Gottfried Gervinus</a> das Vortragen vorwiegend durch Laien aus der lokalen Bevölkerung.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Eine eindeutige, klar abzugrenzende Fassung der Begrifflichkeiten „Volksmusik/Volkslied“ ist schwierig. Volksmusik ist heute ein weitgehend historischer Begriff und kann nur eingeschränkt für die gegenwärtige Musikpraxis gelten. Eine Faustregel besagt, dass Volksmusiktraditionen jeweils da noch am lebendigsten sind, wo ein gewisser Abstand zu modernen technologischen und wirtschaftlichen Strukturen herrscht. Das sind und waren überwiegend ländliche Gebiete. In <a href="Europa" title="Europa">Europa</a> betrifft das Regionen, die als die Peripherien zum hochentwickelten, zum Teil hochindustrialisierten Kernland gelten können, wie etwa Teile Osteuropas. In <a href="Deutschland" title="Deutschland">Deutschland</a> nimmt eine gewisse Ausnahmestellung diesbezüglich der süddeutsche und <a href="Alpenl%C3%A4ndische_Volksmusik" title="Alpenländische Volksmusik">alpenländische</a> Raum ein.
</p><p>Nach einer historischen Definition von <a href="Hugo_Riemann" title="Hugo Riemann">Hugo Riemann</a> 1882 ist ein Volkslied „ein Lied, das im Volk entstanden ist (d. h. dessen Dichter und Komponist nicht mehr bekannt sind), oder eins, das in Volksmund übergegangen ist, oder endlich eins, das ‚volksmäßig‘, d. h. schlicht und leichtfaßlich in Melodie und Harmonie, komponiert ist“.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
Nach <a href="Alfred_G%C3%B6tze_(Philologe)" title="Alfred Götze (Philologe)">Alfred Götze</a> ist ein Volkslied ein Lied, das „im Gesang der Unterschicht eines Kulturvolks in längerer gedächtnismäßiger Überlieferung und in seinem Stil derart eingebürgert ist oder war, dass, wer es singt, vom individuellen Anrecht eines Urhebers an Wort und Weise nichts empfindet.“<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Eine moderne Definition von <a href="Tom_Kannmacher" title="Tom Kannmacher">Tom Kannmacher</a> lautet: „Volkslieder sind im Gedächtnis der Mitglieder einer <a href="Soziologie" title="Soziologie">soziologischen</a> Gruppe allgegenwärtige Medien, die den Strömungen von Tradition, Kulturepochen, Herrschaftsverhältnissen unterworfen sind und somit nie feste Formen annehmen, die man dokumentarisch oder materiell fassen könnte“.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Der gegenwärtig in vielen Medien verbreitete Begriff von „Volksmusik“ gilt im Grunde nur noch als Sparte der <a href="Musikindustrie" title="Musikindustrie">Musikindustrie</a> und Medienwelt und zeigt irreale häusliche und ländliche Idyllen auf Ton- und Bildträgern sowie im Fernsehen. Die so medial vermittelten, choreographierten und überstilisierten Darbietungen lassen sich nur schwer von anderen medial vermittelten Musiksparten stichhaltig unterscheiden. Ansatzpunkte für Unterscheidungen wären höchstens, dass verschiedene Zielgruppen anvisiert werden und sich verschiedene optische und „soundbezogene“ Merkmale zeigen. Gerade im letzteren Fall verwischen aber die Grenzen zwischen dem, was gemeinhin als <a href="Volksmusik" title="Volksmusik">Volksmusik</a>, <a href="Schlager" title="Schlager">Schlager</a>, <a href="Popmusik" title="Popmusik">Pop</a> und <a href="Rockmusik" title="Rockmusik">Rock</a> gilt. Das gilt dann genauso für die durch <a href="Audiovisuelle_Medien" title="Audiovisuelle Medien">AV-Medien</a> vermittelte „Volksmusik“ anderer Länder, wofür die noch jüngere markttechnische Bezeichnung „<a href="Weltmusik" title="Weltmusik">Weltmusik</a>“ gefunden wurde – hier liegt die Indifferenz schon im Begriff selbst.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Volksliedtitel">Volksliedtitel</h3></div>
<p>Eine unikate Text-Musik-Bindung bei Volksliedern gibt es nicht. Seit dem 19. Jahrhundert kann man aber auf einen gewissermaßen „gefestigten“ Volksliedstamm verweisen, der sich in den gedruckten Liedersammlungen repräsentiert. Aber auch hier gibt es Schwierigkeiten. Einerseits was den Text angeht, andererseits – daraus resultierend – welchen Titel das Lied nun trägt. Dazu kommt, dass Volkslieder aus der Volkssprache entstehen und somit natürlich auch dialektgebunden sind. Für ihre weitere Verbreitung durch gedruckte Sammlungen, wurden sie dann teils auch ins Hochdeutsche oder andere Hochsprachen übersetzt.
</p><p>In Liedersammlungen kann man häufig beobachten, dass Volkslieder keinen festen Titel haben. So wird der Liedtitel oft schlicht aus dem Beginn des ersten Verses gebildet: z. B.: „Jetzt kommen die lustigen Tage“. Das Lied mit dem Beginn „Ich weiß nicht, was soll es bedeuten“ ist hingegen mit diesem ersten Vers als Titel sowie als <i>Die <a href="Lorelei" class="mw-redirect" title="Lorelei">Lorelei</a></i> bekannt. So haben Liedersammlungen zuweilen auch zwei Inhaltsverzeichnisse: Eines nach Liedanfängen und eines nach Titeln. Liedanfang und Titel können sich decken, müssen dies aber nicht.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Schöpferfrage"><span id="Sch.C3.B6pferfrage"></span>Schöpferfrage</h3></div>
<p>Auf die Frage, wer die Texte und Melodien von Volksliedern hervorbringt, ist aus <a href="Volkskunde" title="Volkskunde">volkskundlicher</a> Sicht keine endgültige Antwort möglich. Dadurch, dass Volksmusik zunächst durch fortwährende gesangliche Tradition, das heißt über Gehör und Nachahmung weitergegeben wurde, befand sie sich in einem steten Prozess der Variation und Neuschöpfung. Wichtiger als die Ursprungsfrage erscheinen etwa Braun<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> daher die Aufnahme und Weiterverbreitung und damit die <a href="Enkulturation" title="Enkulturation">Enkulturation</a> oder Einbettung in die eine jeweilige Gemeinschaft betreffenden kulturellen Ausdrucksformen. Dabei kann eine Ursprungsmelodie durchaus eine aus der Musik des Bürgertums sein, z. B. eine einprägsame <a href="Operette" title="Operette">Operettenmelodie</a>. <a href="B%C3%A9la_Bart%C3%B3k" title="Béla Bartók">Béla Bartók</a> hat so etwas bei seinen ausgedehnten Forschungen<sup id="cite_ref-BBUV_8-0" class="reference"><a href="#cite_note-BBUV-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> über das ungarische Volkslied festgestellt und spricht hier von Nachahmungstrieben, die einem sehnsüchtigen Aufschauen zur Kultur gesellschaftlich höherstehender Schichten zuzuschreiben sei.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Kennzeichen">Kennzeichen</h2></div>
<p>Im Laufe der Sammlung und der Erforschung von Volksliedern<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> wurden folgende Merkmale des Volkslieds herausgestellt:
</p>
<ul><li>seine Herkunft aus dem Volk als einer durch Merkmale wie <a href="Muttersprache" title="Muttersprache">Muttersprache</a>, <a href="Ethnie" title="Ethnie">Herkunft</a> und <a href="Kulturelle_Identit%C3%A4t" title="Kulturelle Identität">kultureller Identität</a> geprägten <a href="Volksgruppe" title="Volksgruppe">Volksgruppe</a>;</li>
<li>damit verbunden die <a href="Anonymit%C3%A4t" title="Anonymität">Anonymität</a> seiner Schöpfer, ein <a href="Werk_(Urheberrecht)" title="Werk (Urheberrecht)">Werkbegriff</a> wie beim <a href="Kunstlied" title="Kunstlied">Kunstlied</a> ist unangemessen;</li>
<li>seine leichte Sangbarkeit befördert <a href="Gemeinschaft" title="Gemeinschaft">Gemeinschaften</a> eher als Vereinzelung;</li>
<li>seiner weiten Verbreitung – durch zunächst mündliche <a href="Tradierung" class="mw-redirect" title="Tradierung">Tradierung</a> entstanden – entspricht</li>
<li>seine <a href="Variabilit%C3%A4t_(Volksdichtung)" title="Variabilität (Volksdichtung)">Variabilität</a> durch “Umsingen” hinsichtlich Text und Melodie, wie Form und Gestalt nach kulturell oder regional typischen Ausprägungen.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Musikpraxis">Musikpraxis</h3></div>
<p>In seinen innermusikalischen Merkmalen lässt sich das Volkslied als <a href="Substrat_(Linguistik)" title="Substrat (Linguistik)">Substrat</a> oder bewahrte Urform des Kunstliedes betrachten. Für die Bezeichnung Substrat spricht der obengenannte Anstoß durch die Kunstmusik. Für die Bezeichnung Urform spricht, dass das Volkslied zumeist in seiner tonalen Sprache und Formgebung ein Stadium zeigt, welches die Kunstmusik zu einem jeweiligen Zeitpunkt bereits überdauert hat. Dies zeigt sich etwa in
</p>
<ul><li><a href="Skala_(Musik)" class="mw-redirect" title="Skala (Musik)">Skalen</a> geringen Tonvorrates (<a href="Pentatonik" title="Pentatonik">Pentatonik</a> oder geringer),</li>
<li>vor allem in Liedern ein geringer <a href="Tonumfang" title="Tonumfang">Ambitus</a></li>
<li>simple Melodiezeilenform oder gar eine</li>
<li>in <a href="Metrum_(Musik)" title="Metrum (Musik)">metrisch</a>/<a href="Rhythmus_(Musik)" title="Rhythmus (Musik)">rhythmischer</a> Hinsicht freie Gestaltung. Darin ist das Volkslied aber als Vortragskunst Ausdruck einer gesellschaftlichen Gruppe und ihres für einen Zeitpunkt und sozialer Entwicklungsstufe kennzeichnenden lyrischen und musikalischen Horizontes und Kommunikationsbedürfnisses.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Abgrenzung_zum_Kunstlied">Abgrenzung zum Kunstlied</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→ </span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Kunstlied" title="Kunstlied">Kunstlied</a></i></div>
<p>Das Volkslied lässt sich dahingehend zum Kunstlied abgrenzen, dass eine <a href="Unikat" title="Unikat">unikate</a> Text-Musik-Bindung nicht zwingend ist. Feldforschungen von Musikethnologen wie auch Aufzeichnungen von Komponisten haben erwiesen, dass bereits gehörte Melodien mit verschiedenen Texten auftauchen, die auch thematisch grundverschieden sein können. Ebenso sind die Singgewohnheiten situationsabhängig oder abhängig vom jeweiligen Vermögen des Sängers. Auch im Formempfinden gibt es große Variabilität; häufig abweichend von dem, was wir als durchkomponiertes Kunstlied kennen. Der Vortrag eines Liedes kann bereits beim unmittelbar wiederholten Singen stark von der „ersten Version“ abweichen, bleibt im Sinne des Vortragenden aber dasselbe Lied. Andererseits werden auch bloße Perspektivenwechsel in der Erzählstruktur eines Liedes (-textes), bei nahezu gleichbleibendem musikalischen Material und musikalischer Formung vom Vortragenden mitunter als verschiedene Lieder angesehen.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Auch ein ‚Umsingen’, den stimmlichen Möglichkeiten eines Sängers/-in entsprechend, ist vielfach beobachtet worden (Oktavversetzung, wenn ein Ton in Höhe oder Tiefe nicht erreicht wird).
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Gegenseitige_Beeinflussung">Gegenseitige Beeinflussung</h3></div>
<p>Auch gegenseitige Beeinflussungen, <a href="Auswanderung" title="Auswanderung">Emigration</a> sind auszumachen. Innerhalb Europas lassen sich aber Parallelen in der Musik geographisch getrennt liegender Völker feststellen. Das betrifft vor allem tonräumliche und formale Gestaltungsweisen.<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In den Volksmusikforschungen Bartóks<sup id="cite_ref-BBUV_8-1" class="reference"><a href="#cite_note-BBUV-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> ist dieses Phänomen ein zentrales Ergebnis.
</p><p>Nationale und staatengebundene Besitzansprüche an Volksmusik, gar mit qualitativen Hervorhebungen oder Reinheitsansprüchen, sind somit absurd. Die unten erwähnte Wanderung einer Melodie durch verschiedene Regionen und ihre Wandelungen vom Volkslied zum Thema eines <a href="Streichquartett" title="Streichquartett">Streichquartettsatzes</a> von <a href="Joseph_Haydn" title="Joseph Haydn">Haydn</a> und weiter zur <a href="Deutsche_Nationalhymne" title="Deutsche Nationalhymne">Deutschen Nationalhymne</a> ist beredtes Beispiel dafür.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Forschungsgeschichte">Forschungsgeschichte</h2></div>
<p>Bereits in den Anfängen der <a href="Germanistik" title="Germanistik">Germanistik</a> beschäftigten Wissenschaftler sich mit dem Sammeln von Volksmärchen und Volksliedern. Schwieriger ist es bei der musikalischen Überlieferung. Dass heute historische Volksmusik zugänglich ist, ist vor allem der <a href="Musikethnologie" title="Musikethnologie">Musikethnologie</a> zu verdanken. Dieser Strang der <a href="Musikwissenschaft" title="Musikwissenschaft">Musikwissenschaft</a> ist noch relativ jung und fand seine erste Blütezeit um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Forscher wie Béla Vikár, <a href="Zolt%C3%A1n_Kod%C3%A1ly" title="Zoltán Kodály">Zoltán Kodály</a>, <a href="B%C3%A9la_Bart%C3%B3k" title="Béla Bartók">Béla Bartók</a>, <a href="Erich_Moritz_von_Hornbostel" title="Erich Moritz von Hornbostel">Erich von Hornbostel</a>, <a href="Constantin_Br%C4%83iloiu" title="Constantin Brăiloiu">Constantin Brăiloiu</a>, um nur einige zu nennen, waren die ersten, welche mit wissenschaftlichem Anspruch bemüht waren, Musik dem Volk direkt ‚abzulauschen‘. Dafür standen ihnen bereits auch technische Möglichkeiten, wie etwa der Edison-<a href="Phonograph" title="Phonograph">Phonograph</a> (nach <a href="Thomas_Alva_Edison" title="Thomas Alva Edison">Thomas Alva Edison</a>), zur Verfügung. Aber auch viele Komponisten fertigten Aufzeichnungen direkt im Volke an. Man weiß das z. B. von <a href="Modest_Petrowitsch_Mussorgski" title="Modest Petrowitsch Mussorgski">Modest Mussorgsky</a>, <a href="Ralph_Vaughan_Williams" title="Ralph Vaughan Williams">Ralph Vaughan Williams</a>, <a href="Nikolai_Andrejewitsch_Rimski-Korsakow" title="Nikolai Andrejewitsch Rimski-Korsakow">Nikolai Rimski-Korsakow</a> oder <a href="Percy_Grainger" title="Percy Grainger">Percy Grainger</a>. Was dann vorliegt ist ein Notentext, der die zugehörige Musikpraxis nur noch erahnen lässt.
</p><p>Aus der früheren Geschichte lässt sich nur sehr bruchstückhaft auf die jeweilige Volksmusik schließen. Aus nachvollziehbaren Gründen sind Aufzeichnungen rar: im Volk hat es keiner gemacht und unter Gelehrten bestand wohl kaum ein Interesse. Man kann aber annehmen, dass vor allem im <a href="Mittelalter" title="Mittelalter">Mittelalter</a> die Grenzen zwischen Volksmusik und „Hochkultur“, was im Wesentlichen die <a href="Kirchenmusik" title="Kirchenmusik">kirchliche Musik</a> war, auch noch recht fließend waren. So wurde z. B. wohl immer auch ein Teil der im kirchlichen Rahmen gehörten Musik sozusagen „mit nach draußen“ genommen und dann frei – und vor allem volkssprachlich – umtextiert, umgesungen. Und das auch in frecher und verhöhnender Weise. So ist uns sogar auch einiges, wenn zumeist auch „nur“ Texte, in Quellen wie dem <a href="Lochamer-Liederbuch" title="Lochamer-Liederbuch">Lochamer-Liederbuch</a>, der <a href="Jenaer_Liederhandschrift" title="Jenaer Liederhandschrift">Jenaer Liederhandschrift</a> oder den <a href="Carmina_Burana" title="Carmina Burana">Carmina Burana</a> erhalten geblieben. Was die Musikpraxis angeht, kann man jedoch nur aus bildlichen Darstellungen Schlüsse ziehen, vor allem auf die Verwendung von Instrumenten, die aus der <a href="Liturgie" title="Liturgie">liturgischen</a> Musikpraxis weitgehend ausgeschlossen waren (insbesondere <a href="Blasinstrument" title="Blasinstrument">Blasinstrumente</a>). Recht berühmt ist auch der Reisebericht des <a href="Giraldus_Cambrensis" class="mw-redirect" title="Giraldus Cambrensis">Giraldus Cambrensis</a> (1147–1223), der von volksläufigen Musizierpraxen in <a href="Irland" title="Irland">Irland</a> und <a href="Wales" title="Wales">Wales</a> erzählt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Romantik_und_20._Jahrhundert">Romantik und 20. Jahrhundert</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→ </span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Deutsches_Volkslied" title="Deutsches Volkslied">Deutsches Volkslied</a></i></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Deutschlandlied">Deutschlandlied</h3></div>
<p>Manchmal gehen die Volkslied-Melodien in andere Musikgattungen über. So wird aus dem altböhmischen Prozessionslied <i>Ubi est spes mea?</i> („Wo ist meine Hoffnung?“) zunächst im 16. Jahrhundert der Choral <i>Mein lieber Herr ich preise dich!</i>. Gut 200 Jahre später formte <a href="Joseph_Haydn" title="Joseph Haydn">Joseph Haydn</a> 1797 hieraus die Melodie zur <a href="%C3%96sterreichische_Kaiserhymnen" title="Österreichische Kaiserhymnen">österreichischen Kaiserhymne</a> <i>Gott erhalte Franz, den Kaiser</i>. Haydn selbst löst diese Melodie wieder vom Text und macht sie zum Zentrum des „Kaiserquartetts“ (op. 76 Nr. 3). Ferner taucht die Melodie in Varianten und mit wechselndem Text im kroatischen Raum als Volkslied auf. Ob es hier Wechselbeziehungen zwischen Haydn und der Volksmelodie gab – und wenn ja, welcher Art sie waren – ist unklar. 1841 dichtete <a href="August_Heinrich_Hoffmann_von_Fallersleben" title="August Heinrich Hoffmann von Fallersleben">Hoffmann von Fallersleben</a> zu Haydns Melodie die Verse des <a href="Deutschlandlied" class="mw-redirect" title="Deutschlandlied">Deutschlandliedes</a>. Seit 1922 wird es offiziell als deutsche Nationalhymne verwendet. Aus dem alten böhmischen Prozessionslied heraus hat sich ebenfalls der weit bekannte deutsche Kanon <i><a href="O_wie_wohl_ist_mir_am_Abend" title="O wie wohl ist mir am Abend">O wie wohl ist mir am Abend</a></i> entwickelt.<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Volksliedforscher_und_Volksliedkompilatoren">Volksliedforscher und Volksliedkompilatoren</h3></div>
<div style="column-width:30em">
<ul><li><a href="Paul_Arma" title="Paul Arma">Paul Arma</a></li>
<li><a href="B%C3%A9la_Bart%C3%B3k" title="Béla Bartók">Béla Bartók</a></li>
<li><a href="Rolf_Wilhelm_Brednich" title="Rolf Wilhelm Brednich">Rolf Wilhelm Brednich</a></li>
<li><a href="Albert_Brosch" title="Albert Brosch">Albert Brosch</a></li>
<li><a href="Walter_Deutsch" title="Walter Deutsch">Walter Deutsch</a></li>
<li><a href="Franz_Wilhelm_von_Ditfurth" title="Franz Wilhelm von Ditfurth">Franz Wilhelm von Ditfurth</a></li>
<li><a href="Tumasch_Dolf" title="Tumasch Dolf">Tumasch Dolf</a></li>
<li>Ernst Duis</li>
<li><a href="Ludwig_Erk" title="Ludwig Erk">Ludwig Erk</a></li>
<li><a href="Wastl_Fanderl" title="Wastl Fanderl">Wastl Fanderl</a></li>
<li><a href="Alfred_Leonz_Gassmann" title="Alfred Leonz Gassmann">Alfred Leonz Gassmann</a></li>
<li><a href="Josef_Gregor" title="Josef Gregor">Sepp Gregor</a></li>
<li><a href="Otto_Holzapfel" title="Otto Holzapfel">Otto Holzapfel</a></li>
<li><a href="Hanns_In_der_Gand" title="Hanns In der Gand">Hanns In der Gand</a></li>
<li><a href="Erich_Moritz_von_Hornbostel" title="Erich Moritz von Hornbostel">Erich von Hornbostel</a></li>
<li><a href="Ernst_Klusen" title="Ernst Klusen">Ernst Klusen</a></li>
<li><a href="Zolt%C3%A1n_Kod%C3%A1ly" title="Zoltán Kodály">Zoltán Kodály</a></li>
<li><a href="Hermann_Krome" title="Hermann Krome">Hermann Krome</a></li>
<li><a href="Rochus_von_Liliencron" title="Rochus von Liliencron">Rochus Freiherr von Liliencron</a></li>
<li><a href="John_Meier" title="John Meier">John Meier</a></li>
<li><a href="Elizabeth_Mincoff-Marriage" title="Elizabeth Mincoff-Marriage">Elizabeth Mincoff-Marriage</a></li>
<li><a href="Christian_N%C3%BCtzel" title="Christian Nützel">Christian Nützel</a></li>
<li><a href="Felix_Petyrek" title="Felix Petyrek">Felix Petyrek</a></li>
<li><a href="Tobias_Reiser" title="Tobias Reiser">Tobias Reiser</a></li>
<li><a href="Erich_Seemann" title="Erich Seemann">Erich Seemann</a></li>
<li><a href="Cecil_James_Sharp" title="Cecil James Sharp">Cecil James Sharp</a></li>
<li><a href="Wolfgang_Steinitz" title="Wolfgang Steinitz">Wolfgang Steinitz</a></li>
<li><a href="Wolfgang_Suppan" title="Wolfgang Suppan">Wolfgang Suppan</a></li>
<li><a href="Alfred_V%C3%B6lkel" title="Alfred Völkel">Alfred Völkel</a></li>
<li><a href="Otto_von_Greyerz" title="Otto von Greyerz">Otto von Greyerz</a></li>
<li><a href="Walter_Wiora" title="Walter Wiora">Walter Wiora</a></li>
<li><a href="Erwin_Zachmeier" title="Erwin Zachmeier">Erwin Zachmeier</a></li>
<li><a href="Viktor_Zack" title="Viktor Zack">Viktor Zack</a></li></ul>
</div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Volksliedsammlungen">Volksliedsammlungen</h3></div>
<p>Mit Herder begann auch das sogenannte „zweite Dasein“ des Volksliedes, das nun in Volksliedsammlungen niedergeschrieben und damit <a href="Kodifizierung" title="Kodifizierung">kodifiziert</a> wurde. Diese überwiegend mit Texten ohne musikalische Notation wiedergebenden Sammlungen können heute vor allem literatur- und gesellschaftswissenschaftliche Interessen bedienen, aber genauso als Quelle der Volksmusikpflege gelten. Die ersten Volksliedsammlungen entsprachen der romantischen Idealisierung. Erst im 20. Jahrhundert wurde damit begonnen, die Sammlung von Volksliedern auf Grund wissenschaftlicher Kriterien anzulegen.
Einen interessanten Sonderfall bieten handschriftliche Liedaufzeichnungen. Eine Analyse von 65 Handschriften aus dem 19. Jahrhundert (Sammlung <a href="John_Meier" title="John Meier">John Meier</a>, <a href="Deutsches_Volksliedarchiv" title="Deutsches Volksliedarchiv">Deutsches Volksliedarchiv</a> Freiburg) verdeutlicht verschiedene Funktionen von Liedern und Liedsammlungen.<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Liedhandschrift ist ein „Sprachgebilde, das verschiedene, jeweils mit bestimmten Kulturfunktionen verbundene Ausdrucksstufen annehmen kann.“<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Sie ist ein Zeugnis der Semioralität, an dem sich Rezeptionsprozesse kultureller Werte und Normen aufzeigen lassen. Die Handschriften stammen aus dem Elsass und aus Lothringen und werden in drei Typen unterschieden.<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Handschrift des François Juving von 1848 ist beispielsweise dem persönlichen Typus zuzuordnen. An seiner Liedauswahl lassen sich Alltag und Lebensweg des Autors verfolgen. Auch Probleme, Enttäuschungen und Hoffnungen oder Problembewältigung werden am Inhalt der gewählten Lieder sichtbar, wie in der Handschrift der Marie Feigenspann (1867). Solche Aufzeichnungen haben die Funktion eines Selbstgesprächs und der Identitätsarbeit, in dem sich Schreiber mit den zu erfüllenden Rollen und Verhaltensnormen auseinandersetzen. Der kommunikative Typus wurde hingegen gezielt für den bzw. im zwischenmenschlichen Kontakt angelegt. Die Liedaufzeichnungen spiegeln die Sozialisationswege ihrer Autoren wider und zeichnen sich durch kreative Textmodifikationen aus, durch die eigene Meinungen kommuniziert wurden. An den Liedern des Franz Lang von 1830 lässt sich sein Lebensweg vom Junggesellen bis zum Familienvater verfolgen und die untypische Auswahl der Henriette Steiner (1900–1918) dokumentiert vor dem Hintergrund der historischen Situation den Ausbruch einer Frau aus dem damals üblichen Rollenverhalten. Der anonyme Typus schließlich ist als Ausschnitt des in seiner Zeit anerkannten und für erstrebenswert erachteten Liedschatzes zu betrachten, es sind Kollektionen, die die bürgerliche Allgemeinbildung ihrer Autoren dokumentieren. Das Repertoire entspricht daher dem der damals erhältlichen gedruckten Liedsammlungen. Es handelt sich um eine passive Liedrezeption, während die beiden ersten Typen eine aktive Liedaneignung dokumentieren. Wie die Analysen der Liedtextmodifikationen dieser beiden Handschriftentypen zeigen,<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> wird kollektives Wissen reflektiert: Geschichtsbilder werden analysiert, Vorurteile werden abgebaut, ideologische Werte entwertet und die im Liedgut vermittelten gesellschaftlichen Verhaltens- und Denkweisen überdacht.
</p><p>Deutsche Volkslieder sammelte seit 1914 das <a href="Deutsches_Volksliedarchiv" title="Deutsches Volksliedarchiv">Deutsche Volksliedarchiv</a>, das 2014 im <a href="Zentrum_f%C3%BCr_Popul%C3%A4re_Kultur_und_Musik" title="Zentrum für Populäre Kultur und Musik">Zentrum für Populäre Kultur und Musik</a> der Universität Freiburg aufging.<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Das Österreichische Volksliedwerk<sup id="cite_ref-19" class="reference"><a href="#cite_note-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> ist seit 1904 für die Sammlung Forschung und Vermittlung von Volksliedern zuständig.
</p><p>In der Zeit des <a href="Nationalsozialismus" title="Nationalsozialismus">Nationalsozialismus</a> wurden Volkslieder in <a href="V%C3%B6lkisch" title="Völkisch">völkischer</a> Absicht gepflegt und gesammelt; so entstand etwa eine umfassende <a href="S%C3%BCdtirol" title="Südtirol">Südtiroler</a> Volksliedsammlung, die im Auftrag des <a href="SS-Ahnenerbe" class="mw-redirect" title="SS-Ahnenerbe">SS-Ahnenerbes</a> in den Jahren 1940–1945 erhoben wurde.<sup id="cite_ref-20" class="reference"><a href="#cite_note-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Der Volksliedforscher Ernst Klusen sammelte niederrheinische Volkslieder. Seit 1949 sammelte Sepp Gregor europäische und außereuropäische Lieder aus Ländern, in denen europäische Sprachen gesprochen werden. Nach seinem Tode hat diese Aufgabe die Gesellschaft der <a href="Klingende_Br%C3%BCcke" title="Klingende Brücke">Klingenden Brücke</a> e. V. in Bonn übernommen.<sup id="cite_ref-21" class="reference"><a href="#cite_note-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="Liste_von_Volksliedern" title="Liste von Volksliedern">Liste von Volksliedern</a></li>
<li><a href="Volksliedton" title="Volksliedton">Volksliedton</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Quellensammlungen">Quellensammlungen</h2></div>
<ul><li><a href="Achim_von_Arnim" title="Achim von Arnim">Achim von Arnim</a>, <a href="Clemens_Brentano" title="Clemens Brentano">Clemens Brentano</a>: <i><a href="Des_Knaben_Wunderhorn" title="Des Knaben Wunderhorn">Des Knaben Wunderhorn</a></i>. 1806–1808. Neudruck: Albatros, 2008; ISBN 978-3-491-96218-7.</li>
<li><a href="B%C3%A9la_Bart%C3%B3k" title="Béla Bartók">Béla Bartók</a>: <i>Das Ungarische Volkslied</i>. In: D. Dille (Hrsg.): <i>Ethnomusikologische Schriften.</i> Mainz 1965.</li>
<li><a href="Ludwig_Erk" title="Ludwig Erk">Ludwig Erk</a>, <a href="Franz_Magnus_B%C3%B6hme" title="Franz Magnus Böhme">Franz Magnus Böhme</a>: <i><a href="Deutscher_Liederhort" title="Deutscher Liederhort">Deutscher Liederhort</a></i>. Leipzig 1893/94.</li>
<li><a href="Otto_von_Greyerz" title="Otto von Greyerz">Otto von Greyerz</a>: <i>Historische Volkslieder der deutschen Schweiz.</i> Leipzig 1922.</li>
<li>Bernhard Martin: <i>Alte Lieder aus dem Hinterland.</i> 76 Lieder mit Noten, Hrsg. Kreisausschuß des Landkreises Biedenkopf, Wetzlarer Verlagsdruckerei GmbH, Wetzlar 1964.</li>
<li>J. Gregor, F. Klausmeier (Hrsg.): <i>Europäische Lieder in den Ursprachen</i>. Band 1, Berlin 1966.</li>
<li><a href="Johann_Gottfried_Herder" title="Johann Gottfried Herder">Johann Gottfried Herder</a>: <i><a href="Stimmen_der_V%C3%B6lker_in_Liedern" title="Stimmen der Völker in Liedern">Stimmen der Völker in Liedern</a></i>. 1778 f., Neudruck: Reclam, Stuttgart 2001, ISBN 3-15-001371-2.</li>
<li><a href="Ernst_Klusen" title="Ernst Klusen">Ernst Klusen</a>: <i>Die Windmühle. Niederrheinische Volkslieder</i>. Bad Godesberg 1955.</li>
<li><a href="Hein_%26_Oss" title="Hein & Oss">Hein und Oss Kröher</a>: <i>Das sind unsere Lieder. Ein Liederbuch</i>. Zeichnungen von <a href="Gertrude_Degenhardt" title="Gertrude Degenhardt">Gertrude Degenhardt</a>. Büchergilde Gutenberg, Frankfurt am Main 1977, ISBN 3-7632-2136-0.</li>
<li><a href="Thomas_Nu%C3%9Fbaumer" title="Thomas Nußbaumer">Thomas Nußbaumer</a>, <a href="Franz_Posch" title="Franz Posch">Franz Posch</a> (Hrsg.): <i>So singt Österreich.</i> Innsbruck 2012, ISBN 978-3-7066-2515-9.</li>
<li>Charlotte Oberfeld und andere (Hrsg.): <i><a href="Br%C3%BCder_Grimm" title="Brüder Grimm">Brüder Grimm</a>: Volkslieder.</i> 1985.</li>
<li>Bernd Pachnike (Hrsg.): <i>All mein Gedanken – Deutsche Volkslieder.</i> Leipzig 1980, ISBN 3-596-22963-4.</li>
<li><a href="Julius_Maximilian_Schottky" title="Julius Maximilian Schottky">Julius Maximilian Schottky</a>, <a href="Franz_Ziska" class="mw-redirect" title="Franz Ziska">Franz Ziska</a> ([so in der 1. Auflage geschrieben] / Franz Tschischka [so in der 2. Auflage]): <i>Oesterreichische Volkslieder mit ihren Singeweisen.</i> Pest 1819; 2. Auflage (hier <i>Singweise</i> geschrieben) ebd. 1844. Nachdruck der 1. Auflage Wien 1969 (mit biographischem Nachwort von <a href="Leopold_Schmidt_(Volkskundler)" title="Leopold Schmidt (Volkskundler)">Leopold Schmidt</a>).</li>
<li><a href="Friedrich_Leonard_von_Soltau" title="Friedrich Leonard von Soltau">Friedrich Leonard von Soltau</a>: <i>Ein Hundert deutsche historische Volkslieder</i>. Leipzig 1836.</li>
<li><a href="Wolfgang_Steinitz" title="Wolfgang Steinitz">Wolfgang Steinitz</a>: <i>Deutsche Volkslieder demokratischen Charakters aus 6 Jahrhunderten</i>. 2 Bände. Berlin 1953, 1956.</li>
<li><a href="Ludwig_Tobler" title="Ludwig Tobler">Ludwig Tobler</a>: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://scans.library.utoronto.ca/pdf/5/17/schweizerischevo01tobluoft/schweizerischevo01tobluoft.pdf"><i>Schweizerische Volkslieder.</i></a> (PDF) Frauenfeld 1882.</li>
<li><a href="Ludwig_Uhland" title="Ludwig Uhland">Ludwig Uhland</a>: <i>Alte hoch- und niederdeutsche Volkslieder</i>. 1844.</li>
<li>Georg Wehr (Hrsg.): <i>Aus Volkes Herz und Mund Deutsche Volkslieder.</i> R. Voigtländer Verlag, Leipzig 1910.</li>
<li><i><a href="Der_Zupfgeigenhansl" title="Der Zupfgeigenhansl">Der Zupfgeigenhansl</a></i>. Leipzig 1913. Nachdruck: 1982, ISBN 3-7957-4002-9.</li>
<li>Zupfgeigenhansel: <i>Es wollt ein Bauer früh aufstehn. 222 Volkslieder</i>. Herausgegeben und bearbeitet von <i>Zupfgeigenhansel</i> Erich Schmeckenbecher und Thomas Friz. Pläne 1978.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li><a href="B%C3%A9la_Bart%C3%B3k" title="Béla Bartók">Béla Bartók</a>: <i>Das Ungarische Volkslied</i>. In: D. Dille (Hrsg.): <i>Ethnomusikologische Schriften</i> – Faksimile Nachdrucke. Mainz 1965.</li>
<li>Max Peter Baumann: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/011886"><i>Volkslied.</i></a> In: <i><a href="Historisches_Lexikon_der_Schweiz" title="Historisches Lexikon der Schweiz">Historisches Lexikon der Schweiz</a></i>.</li>
<li>Hartmut Braun: <i>Volksmusik: eine Einführung in die musikalische Volkskunde</i>. Kassel 1999.</li>
<li><a href="Rolf_Wilhelm_Brednich" title="Rolf Wilhelm Brednich">Rolf Wilhelm Brednich</a>, <a href="Lutz_R%C3%B6hrich" title="Lutz Röhrich">Lutz Röhrich</a>, Lutz und <a href="Wolfgang_Suppan" title="Wolfgang Suppan">Wolfgang Suppan</a> (Hrsg.): <i>Handbuch des Volksliedes</i>. 2 Bände. München 1973.</li>
<li><a href="Christian_Kaden" title="Christian Kaden">Christian Kaden</a>: <i>Musiksoziologie</i>. Berlin 1984. Wilhelmshaven 1985, ISBN 3-7959-0446-3.</li>
<li>Eva Kimminich: <i>Chanson und Volkslied. Repression und Konkurrenzen einer Gattung im Frankreich des 19. Jahrhunderts</i>. In: Nils Grosch (Hrsg.): <i>MusikTheorie</i>, Heft 4/2010: Musik in der Mediengeschichte, S. 314–327.</li>
<li><a href="Ernst_Klusen" title="Ernst Klusen">Ernst Klusen</a>: <i>Volkslied. Fund und Erfindung</i>. Köln 1969.</li>
<li>A. Matthias (Hrsg.): <i>Das deutsche Volkslied. Auswahl.</i> Verlag Velhagen und Klasing, Bielefeld / Leipzig 1899.</li>
<li>Wolfgang Suppan u. a.: <i>Volksgesang, Volksmusik, Volkstanz</i>. In: <i><a href="Die_Musik_in_Geschichte_und_Gegenwart" title="Die Musik in Geschichte und Gegenwart">Die Musik in Geschichte und Gegenwart</a></i> (MGG, 1. Auflage), Band 13, 1966.</li>
<li><a href="Walter_Wiora" title="Walter Wiora">Walter Wiora</a>: <i>Europäische Volksmusik und abendländische Tonkunst</i>. Kassel 1957.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Volkslied" class="extiw external" title="wikt:Volkslied">Wiktionary: Volkslied</a></b> – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wikisource"></span></span></div><b><a href="https://de.wikisource.org/wiki/Volkslieder" class="extiw external" title="s:Volkslieder">Wikisource: Volkslieder</a></b> – Quellen und Volltexte</div>
<ul><li><a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Songs_of_Austria" class="extiw external" title="commons:Category:Songs of Austria"><b>Lieder aus Österreich</b></a> auf <a href="Wikimedia_Commons" title="Wikimedia Commons">Wikimedia Commons</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.volksliederarchiv.de/">Deutsches Volksliederarchiv (11.000 Lieder)</a> – Texte. Noten, Komponisten, Dichter, nach Zeit, Region und Thema mit Volltextsuche</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://ingeb.org/Volksong.html">Volkslieder: Verzeichnis, Texte, Noten, Melodien</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://volksliedwerk.at/">Österreichisches Volksliedwerk</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://liederprojekt.org/">Das Liederprojekt</a>. Ein Benefizprojekt für das Singen mit Kindern des Carus-Verlag und SWR2</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.liederlexikon.de/">Historisch-kritisches Liederlexikon</a> – Deutsches Volksliedarchiv</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.deutsche-lieder-online.de/">Volkslieder aus Deutschland, Österreich und Schweiz</a> – Informationen, Liedtext und *mp3-Files</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.volksliedsammlung.de/">Volkslieder: Kindheit – Gedächtnis – Gefühl – Alter – Identität.</a> Liedtexte mit Beschreibung und Gesangsaufnahmen</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.kulturumsonst.com/volkslieder/volkslieder.php">Volkslieder mit Melodien</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.falleri.ch/">Sammlung schweizerdeutscher Lieder</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.liedertexteundnoten.com/volkslieder.html">Volkslieder – Texte – Sammlung</a> liedertexteundnoten.com</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.lieder-archiv.de/">Volkslieder, Kinderlieder und Weihnachtslieder</a> mit Texten, Notenblättern und MIDI Files</li>
<li>Johannes Moser: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://epub.ub.uni-muenchen.de/6378/1/Moser_johannes_6378.pdf"><i>Ansätze zu einer neueren Volksliedforschung</i>.</a> (PDF; 1,1 MB) 1989.</li>
<li><a href="Otto_Holzapfel" title="Otto Holzapfel">Otto Holzapfel</a>: <i>Die ältere deutschsprachige populäre <a href="Lied" title="Lied">Liedüberlieferung</a>.</i> Online-Fassung = Update Januar bis März 2022 = Germanistik im Netz / GiNDok [UB Frankfurt/M] = <a rel="nofollow" class="external free" href="http://publikationen.ub.uni-frankfurt.de/">http://publikationen.ub.uni-frankfurt.de/</a> files = Liedverzeichnis = Update 2023 "www.ebes-volksmusik.de" (obere Adressleiste des Browsers).</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text">Johann Gottfried Herder: <i>Auszug aus einem Briefwechsel über Oßian und die Lieder alter Völker</i> in: <i>Von deutscher Art und Kunst. Einige fliegende Blätter.</i> Bey Bode, Hamburg 1773</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">Thomas Percy: <i>Reliquies of Ancient English Poetry</i>. J. Dodsley, London (1765)</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text">Georg Gottfried Gervinus: <i>Geschichte der deutschen Dichtung</i>. Zweiter Band. W. Engelmann, Leipzig 1853, Seite 252 ff. (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://books.google.de/books?id=XZRbAAAAQAAJ&pg=PA252&q=Volksgesang#v=onepage">eingeschränkte Vorschau</a> in der Google-Buchsuche).</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text"><cite style="font-style:italic">Volkslied</cite>. In: <a href="Hugo_Riemann" title="Hugo Riemann">Hugo Riemann</a> (Hrsg.): <cite style="font-style:italic"><a href="Riemann_Musiklexikon" title="Riemann Musiklexikon">Musik-Lexikon</a></cite>. 1. Auflage. Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig 1882, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>982</span> (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://archive.org/details/musiklexikontheo00riem/page/982/mode/1up">Textarchiv – Internet Archive</a>).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Volkslied&rft.atitle=Volkslied&rft.btitle=Musik-Lexikon&rft.date=1882&rft.edition=1&rft.genre=book&rft.pages=982&rft.place=Leipzig&rft.pub=Verlag+des+Bibliographischen+Instituts" style="display:none"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Alfred_G%C3%B6tze_(Philologe)" title="Alfred Götze (Philologe)">Alfred Götze</a>: <i>Das deutsche Volkslied</i>. 1929</span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text">Tom Kannmacher: <i>Das deutsche Volkslied in der Folksong- und Liedermacherszene seit 1970.</i> In: <i>Jahrbuch für Volksliedforschung</i> 23, 1978. S. 38.</span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text">Hartmut Braun: <i>Volksmusik: eine Einführung in die musikalische Volkskunde.</i> Kassel 1999</span>
</li>
<li id="cite_note-BBUV-8"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-BBUV_8-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-BBUV_8-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Béla Bartók: <cite style="font-style:italic">Das Ungarische Volkslied</cite>. In: D. Dille (Hrsg.): <cite style="font-style:italic">Ethnomusikologische Schriften, Faksimile-Nachdrucke</cite>. Mainz 1965.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Volkslied&rft.atitle=Das+Ungarische+Volkslied&rft.au=B%C3%A9la+Bart%C3%B3k&rft.btitle=Ethnomusikologische+Schriften%2C+Faksimile-Nachdrucke&rft.date=1965&rft.genre=book&rft.place=Mainz" style="display:none"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-9">↑</a></span> <span class="reference-text">Wolfgang Suppan: <i>Volkslied: seine Sammlung und Erforschung.</i> Metzler, Stuttgart 1968, 2. durchgesehene und ergänzte Auflage 1978. ISBN 3-476-12052-X</span>
</li>
<li id="cite_note-10"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-10">↑</a></span> <span class="reference-text">Christian Kaden: <i>Musiksoziologie</i>, Berlin 1984 (auch: Heinrichshofen 1985)</span>
</li>
<li id="cite_note-11"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-11">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Walter_Wiora" title="Walter Wiora">Walter Wiora</a>: <i>Europäischer Volksgesang</i></span>
</li>
<li id="cite_note-12"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-12">↑</a></span> <span class="reference-text">Wilhelm Tappert: <i>Wandernde Melodien. Eine musikalische Studie.</i> 2. Auflage. Brachvogel & Ranft, Berlin 1889, S. 7–10 (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://archive.org/details/wanderndemelodi01tappgoog/page/n18/mode/1up">Textarchiv – Internet Archive</a>).</span>
</li>
<li id="cite_note-13"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-13">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Hans_Renner_(Musikschriftsteller)" title="Hans Renner (Musikschriftsteller)">Hans Renner</a>: <i>Grundlagen der Musik</i>. 8. Auflage. Reclam, Stuttgart 1969, S. 84 ff.<br>Hans Renner: <i>Geschichte der Musik</i>. 8. Auflage. DVA, Stuttgart 1985, S. 345: „[Haydns] letztes schönstes Lied, die Weise zu ‚Gott erhalte Franz den Kaiser‘ […] hat eine weitverzweigte Ahnenreihe […], die sich bis auf ein uraltes böhmisches Prozessionslied zurückführen lässt.“ (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://books.google.de/books?id=0QovAQAAIAAJ&pg=PA345&q=Prozessionslied#v=onepage">eingeschränkte Vorschau</a> in der Google-Buchsuche).</span>
</li>
<li id="cite_note-14"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-14">↑</a></span> <span class="reference-text">Eva Kimminich: <i>Erlebte Lieder. Eine Analyse handschriftlicher Liedaufzeichnungen des 19. Jahrhunderts.</i> Gunter Narr, Tübingen 1990, ISBN 3-8233-4237-1.</span>
</li>
<li id="cite_note-15"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-15">↑</a></span> <span class="reference-text">Eva Kimminich: <i>Erlebte Lieder. Eine Analyse handschriftlicher Liedaufzeichnungen des 19. Jahrhunderts.</i> Gunter Narr, Tübingen 1990, ISBN 3-8233-4237-1, S. 145.</span>
</li>
<li id="cite_note-16"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-16">↑</a></span> <span class="reference-text">Eva Kimminich: <i>Erlebte Lieder. Eine Analyse handschriftlicher Liedaufzeichnungen des 19. Jahrhunderts.</i> Gunter Narr, Tübingen 1990, ISBN 3-8233-4237-1, S. 26–36 und 97–100.</span>
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<li id="cite_note-17"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-17">↑</a></span> <span class="reference-text">Eva Kimminich: <i>Erlebte Lieder. Eine Analyse handschriftlicher Liedaufzeichnungen des 19. Jahrhunderts.</i> Gunter Narr, Tübingen 1990, ISBN 3-8233-4237-1, S. 111–144.</span>
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<li id="cite_note-18"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-18">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.zpkm.uni-freiburg.de/">Zentrum für Populäre Kultur und Musik</a> an der Universität Freiburg</span>
</li>
<li id="cite_note-19"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-19">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://volksliedwerk.at/">Österreichisches Volksliedwerk</a></span>
</li>
<li id="cite_note-20"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-20">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://portal.wissenschaftliche-sammlungen.de/SciCollection/180586?hit=1"><i>Universität Regensburg: Sammlung von Volksliedaufnahmen (1940–1945)</i></a>.</span>
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<li id="cite_note-21"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-21">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.klingende-bruecke.de/"><i>Die Klingende Brücke – Lieder in allen Sprachen Europas</i></a></span>
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Normdaten (Sachbegriff): <a href="Gemeinsame_Normdatei" title="Gemeinsame Normdatei">GND</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/gnd/4063852-2">4063852-2</a></span> | <a href="Library_of_Congress_Control_Number" title="Library of Congress Control Number">LCCN</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://id.loc.gov/authorities/sh85049922">sh85049922</a></span> | <a href="Web_NDL_Authorities" title="Web NDL Authorities">NDL</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://id.ndl.go.jp/auth/ndlsh/00567689">00567689</a></span> </div>
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